(K)ein einmaliges Ereignis -

Die Geschichte des Stuttgarter Sommerfests

Es sollte eine einmalige Veranstaltung zum Abschluss der Rad-Weltmeisterschaften 1991 in der baden-württembergischen Landeshauptstadt werden - so jedenfalls hatte es einst der Stuttgarter Gemeinderat beschlossen. Im August 2011 feierte das Stuttgarter Sommerfest bereits seine 21. Auflage und hat in all den Jahren seinen unvergleichlichen Charme und seine Anziehungskraft bei Besuchern von nah und fern nicht verloren.

Im Vorfeld der Weltmeisterschaften, die vom 13. bis 25. August 1991 auf Bahn und Straße stattfanden, wurden viele Vorschläge zur Umsetzung des neuen Stadtfests an das damalige Marktamt unter der Leitung von Lothar Breitkreuz herangetragen. Darunter zum Beispiel auch die Idee eines Bürgerfests mit Aktionsständen der örtlichen Polizei und Feuerwehr. Doch die Überlegungen gingen weg von einer Veranstaltung mit „typischem Hocketse-Charakter“, erinnert sich der damalige Veranstaltungsleiter des Marktamtes Werner Alt heute. „Der Sinn stand nach etwas Neuem und Besonderem“. Menschen sollten im edlen und stilvollen Ambiente weißer Zelte und Pagoden flanieren, Musik an verschiedenen Punkten des Festplatzes genießen können und mit einem gehobenen Angebot an Speisen und Getränken verwöhnt werden. Das Bild des Stuttgarter Sommerfests nahm in den Köpfen der Organisatoren schnell feste Strukturen an – es fehlte nur der geeignete Ort, der dieser Feierlichkeit die passende Kulisse bot.

Ein Stadtfest vor königlicher Kulisse

Zweifelsfrei konnte sich Stuttgart schon immer zahlreicher schöner Plätze rühmen; doch mit bester Lage im Herzen der Stadt waren der Schlossplatz und das daran anschließende Areal rund um den Eckensee, vor dem Opernhaus und dem Staatstheater, erste Wahl für das Veranstaltungsteam.

Bei Lothar Breitkreuz und Werner Alt waren die Zweifel jedoch groß, ob das Land Baden-Württemberg die Zustimmung für ein Stadtfest, das mehrere tausend Menschen anziehen sollte, geben würde und entsprechend gut rüstete man sich mit erklärenden Illustrationen, Skizzen und vor allem mit gewichtigen Argumenten. Die Pläne, in die Werner Alt damals zur Veranschaulichung mit Tipp-Ex kleine weiße Zelte, viele Stehtische und einige Sitzplätze gemalt hatte, gibt es noch heute. Und die Mühe wurde belohnt - das Konzept gefiel, die Zustimmung war da und die Planung des ersten Stuttgarter Sommerfests konnte beginnen.

Flanieren als Grundgedanke des Sommerfests

Ein Fest in Bewegung: Zentraler Gedanke war es, die Besucher über das Gelände und entlang der Stände flanieren zu lassen. Daher reduzierte man die Sitzplätze im Vergleich zu anderen Stadtfesten auf ein Minimum und verteilte fünf verschiedene Bühnen mit unterschiedlichstem musikalischem Programm über das gesamte Areal. Tische mit weißen Stofftischdecken anstatt Bierzeltgarnituren, edle Zelte und ein kulinarisches Angebot aus den besten Küchen der Stadt anstatt Rote Wurst und Pommes Frites sorgten für das gewünschte stilvolle Ambiente. 

Der Tag der Eröffnung nahte, die Spannung stieg und der Plan ging auf: Die Stuttgarter, deutsche Touristen und auch die Gäste aus dem Ausland, die zur Rad-WM vorwiegend aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden angereist waren, zeigten sich vom Angebot und dem Charakter des Fests mehr als begeistert. Viele waren regelrecht erstaunt, „dass der Schwabe so schön feiern kann“. Die Menschen strömten in die Innenstadt, um das neue Sommerfest zu erkunden und sorgten damit für beste Umsätze. Bereits am ersten Tag war die für alle vier Festtage geplante Menge an Champagner restlos ausverkauft. Auch der halbe Hummer - für damals acht D-Mark - musste bereits am ersten Tag nachbestellt werden. Vor den Bühnen wurde getanzt, die Atmosphäre war stimmungsvoll und auch äußerlich passte sich das Publikum dem Sommerfest an: Die Besucher gingen nach der Arbeit zuerst nach Hause, um sich für das Sommerfest schick zu machen. „Das gab es bei keiner Hocketse“, schmunzelt Werner Alt. Das erste Stuttgarter Sommerfest – ein Erfolg auf ganzer Linie.

(K)ein einmaliges Ereignis

Die Zusage des Landes für die Überlassung des Schlossplatzes und des Areals um den Eckensee galt zunächst nur für ein Jahr. Zur Freude der Besucher und des Organisationsteams sollte das Stuttgarter Sommerfest aber keine einmalige Veranstaltung bleiben. 1992 erhielt Lothar Breitkreuz einen Anruf vom damaligen Ministerpräsidenten des Landes Erwin Teufel. Der Grund: die Bitte um Wiederholung der Feierlichkeit anlässlich des Landesjubiläums „40 Jahre Baden-Württemberg“. Seit damals hat das Sommerfest einen festen Platz in Stuttgarts Veranstaltungskalender und in den Herzen der alljährlich rund 500.000 Besucher. 

Als „einmaliges Ereignis“ kann das Stuttgarter Sommerfest auch nach 
20 Jahren noch beschrieben werden. Denn seit es aus der Taufe gehoben wurde, hat es als eines der schönsten Stadtfeste Deutschlands im In- und Ausland viele Nachahmer. Dank seiner herrlichen Kulisse und der zentralen Lage blieb es aber unerreicht. Seit 2005 zeichnet die in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH als städtisches Tochterunternehmen für die Organisation des Festes verantwortlich und trägt dafür Sorge, dass das Stuttgarter Sommerfest jedes Jahr aufs Neue ein einmaliges Erlebnis bleibt.

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